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in einem zug leert er das kleine glas mit dem klebrigen ramazotti der geschmack der auf
seiner zunge bleibt erinnert ihn an die letzte nacht, die letzte nacht schallert es in seinem schädel nach, die letzte die letzte, mein gott bin ich ein arschloch flüstert er sich zu und
traut sich nicht nach hause zu gehn, nicht seinem kleinen sohn in die vertrauenden augen zu schaun, nachdem er seinen schwanz in diese frau gesteckt hat. er zer- quetscht den zigaretten-
stummel, wie den letzten rest von anstand, den er in diesem motel, in diesem schäbiggelben bett, mit seinem samen in die unendliche schwärze dieser wächsernen vagina gespült hatte. wie einen
haufen scheiße, einen letzten kreis in der toillette drehend, bevor er für immer im fallrohr verschwindet schaut er auf die dunklen stunden zurück, die jetzt tot- gefickt auf dem boden des
zimmers liegen und in ca. einer stunde von einer mies- gelaunten lamentierenden putzfrau in die vergessenheit eines putzeimers gewrungen werden: gut so, denkt er gut so, nur weg, nur weg
heute morgen wieder mal im berufsverkehr vor mir, vor der immerroten ampel huschte ein schatten dem anderen vom beifahrersitz einen kuß ins gesicht, dann
geschultert eine kiepe zentnervoll mit unlust stieg er aus, gebeugt mit schnauzbart, höchstens 28
im vorbeigehen streifte sein blick kurz den meinen und hinter seinen ver-
zinsten augen winkte mir mürbe ein zerblassendes kind
weggezwergt mit lebens- länglich herzarrest
leeren auges am spannnerfenster schattiger pyjama
wandert hinterm vorhang drüben asche fällt mir auf die hoden mein gähnen auf die fensterbank die scheibe be- schlagen vom rauch, zittern die finger eine zeichnung aufs glas
das andere, schön rot gefüllt, in meiner hand, trinke ich mit einem zug der regen tauft die käufer grau da unten in den bordsteinritzen hinter mir ein streitgespräch ein flaues dauer-
sitzen, im echo nur noch wort- geklimper, etwas fehlt halt immer
liebe vielleicht
da fällt mir der ältere mann ein, ca. `85 im oktober, der mit
seinem fernglas auf dem ausguck vor der mauer stand. er stand dort ziemlich steif mit seinem schal und seinen dicken lederhandschuhen ich stand neben ihm und beobachtete die
soldaten vor dem im- posanten großen tor oben die quadriga und zwei schachmatte fahnen, die wie ein sterbender elefant noch ab und an den rüssel hoben, aber dann wieder windlos
in sich zusammen sackten. jetzt winkte der mann rüber scheinbar zu den soldaten, er schnalzte ein wenig und flüsterte hektisch als er mich bemerkte wollte er wohl seine
aufregung teilen und gab mir sein fernglas ich solle doch zwischen den mittleren säulen rüber zur anderen seite kieken. zuerst sah ich wieder die soldaten, jetzt viel
deutlicher, ihre gewehre ordentlich spazieren tragend dann drehte ich weiter an dem rädchen und nach einer weile ent- deckte ich gaaanz hinten in der ddr einen winkenden zentimeter
ebenfalls mit fernglas
- mein sohn, mein sohn - erklärte der ältere mann zeigte rüber und hörte nicht auf zu winken. er rüttelte an meiner schulter und hatte dicke tränen auf den wangen
er sagte, er sei seit einer woche im westen
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